In a nutshell
Ein Adventskalender online entsteht in fünf Schritten: Hintergrund wählen, E-Mail-Adresse für den Bearbeitungslink eintragen, 24 Türchen füllen, den Link verschicken und den Kalender später löschen. Welcher Anbieter passt, hängt davon ab, ob die beschenkte Person ein Konto anlegen soll, ob Sie bezahlen möchten und ob Videos hinter die Türchen kommen.
- Das Tool auf dieser Seite kostet nichts, verlangt kein Konto und nutzt Ihre E-Mail-Adresse nur einmal, für den geheimen Link zum Bearbeiten und Löschen.
- MyAdvent hat einen Gratis-Plan; Pro kostet 5,99 Euro, Pro+ 11,99 Euro, jeweils einmalig pro Kalender und drei Monate gültig (Stand 25. Oktober 2026).
- Ein Videotürchen ist ein YouTube-Link mit der Sichtbarkeit „Nicht gelistet“: Jeder mit dem Link kann das Video sehen und weitergeben, ein Google-Konto braucht niemand.
- Werbung im eingebetteten YouTube-Player gehört YouTube und dem Videoinhaber; sie lässt sich nicht nur für Einbettungen abschalten.
- Der Kalender geht als ein Link per WhatsApp oder E-Mail raus und bleibt mindestens bis Januar online.
Im Dezember jeden Tag ein Türchen für einen Menschen, den man gern überrascht: Das geht heute online, und niemand muss dafür etwas installieren. Hier lesen Sie, wie Sie einen Adventskalender online erstellen, was die verschiedenen Wege kosten und wo ihre Grenzen liegen, auch die des Tools, das Sie hier finden. Gedacht ist das für alle, die für eine Person, eine Familie, eine Klasse oder ein kleines Team 24 Türchen zum Verschicken bauen wollen. Was hinter die Türchen kommt, steht auf den Ideenseiten für Freund oder Freundin, für Kollegen und Mitarbeiter und für die Klasse; die englische Fassung dieser Seite ist How to Make a Digital Advent Calendar.
AdventMyFriend, der Kalender-Macher dieser Seite, kostet nichts und kommt ohne Anmeldung aus: 24 Türchen und ein Link zum Verschicken. Ihre E-Mail-Adresse wird nur ein einziges Mal gebraucht, nämlich um Ihnen den geheimen Link zum Bearbeiten oder Löschen zu schicken.
Wer vorher nachlesen möchte, findet zwei kurze Ratgeber aus dem Jahr 2021: den von heise online (Cornelia Möhring, 24. November 2021) mit Advientos, MyAdvent und Türchen.com und den von PC-WELT (Jennifer Kastner, 30. November 2021) mit MyAdvent und Türchen.com. Beide sind knapp, beide sind fünf Jahre alt, und keiner nennt dieses Tool. Die Preise unten kommen deshalb von den Seiten der Anbieter selbst.
Die Wege im Vergleich
| Weg | Kosten | Konto | Quelle |
|---|---|---|---|
| AdventMyFriend (dieses Tool) | kostenlos | nein; E-Mail-Adresse einmalig für den geheimen Bearbeitungslink | |
| MyAdvent | Gratis-Plan 0 €; Pro 5,99 €, Pro+ 11,99 €, einmalig pro Kalender, je 3 Monate gültig | „Kein Konto nötig“ | |
| Advientos | kostenlos zum Verschicken | die Seite sieht eine Anmeldung vor („Sign up“) | |
| Türchen.com | Preisseite heute: Business 295 €, Premium 680 €, Enterprise 2.250 €, jeweils zzgl. MwSt., Einmalzahlung, Nutzungsrecht sechs Monate, 10 Tage testen. Für Privatpersonen laut heise 2021: kostenlos, mit möglicher Werbung, werbefrei für 1,99 € | nicht angegeben | |
| Advent App (iOS) | kostenlos; In-App-Käufe 2,99 US-Dollar (ohne Werbung) und 7,99 US-Dollar (Pro) | Empfänger brauchen keins; im Gratis-Tarif entsperren sie Türchen durch Ansehen von Werbung | |
| deinadvent.de | Domain steht für 450 € zzgl. MwSt. zum Verkauf | – | |
| adventskalender-online.de | Domain steht zum Verkauf | – |
Die Tabelle zeigt den Stand vom 25. und 26. Oktober 2026. Preise ändern sich, schauen Sie deshalb bei den Anbietern nach, bevor Sie bezahlen.
Der größte Unterschied liegt weniger im Preis als darin, ob jemand ein Konto braucht und wann ein Türchen aufgeht. Ein Online-Kalender wie dieser öffnet ein Türchen an seinem Tag: „Jeden Tag im Dezember öffnet sich ein neues Türchen“, steht auf der Seite. Eine App wie Advent App installieren Sie auf dem Telefon, und im Gratis-Tarif steht eine Werbung zwischen Empfänger und Türchen. Auf der Preisseite von Türchen.com stehen heute drei Pläne für Unternehmen.
Quellen widersprechen sich Heise nannte MyAdvent 2021 „werbefrei“. Auf der Seite von MyAdvent steht 2026 „keine Werbung im Kalender“ unter den Funktionen von Pro. Ob der Gratis-Plan Werbung zeigt, sehen Sie auf der Seite, bevor Sie einen Kalender anlegen; die Angabe von 2021 gilt hier nicht als aktuell.
Das Tool dieser Seite: fünf Schritte
- Name und Hintergrund wählen. Zuerst bekommt der Kalender einen Namen und ein Gesicht: Sechs Hintergrundbilder stehen zur Auswahl. Zum Ausprobieren gibt es einen Demo-Kalender, mit dessen Inhalten sich der neue Kalender vorbefüllen lässt.
- E-Mail-Adresse eintragen. Die Adresse dient ausschließlich dazu, Ihnen einmalig den geheimen Link zum Bearbeiten und Löschen zu schicken. Das ist keine Registrierung, es entsteht kein Konto. Heben Sie die E-Mail gut auf, denn der Link darin ist der Schlüssel zum Kalender.
- Türchen füllen. Jedes Türchen nimmt eine Nachricht auf und dazu ein Bild, ein YouTube-Video, ein GIF oder einen Link. Was hinter welches Türchen kommt, finden Sie auf den Ideenseiten, zum Beispiel für Freund oder Freundin.
- Link verschicken. Den Kalenderlink schicken Sie per WhatsApp, E-Mail oder in sozialen Netzwerken; Sie können den Kalender privat halten oder öffentlich teilen. Wer den Link öffnet, braucht kein Konto.
- Bearbeiten oder löschen. Über den geheimen Link ändern Sie Türchen jederzeit, und Sie können den Kalender auch selbst löschen.
Sie können mehrere Kalender anlegen, etwa einen für jede Person auf Ihrer Liste. Die Technik ist schnell erledigt, die Zeit steckt in den Inhalten: Ein Kalender mit 24 Textnachrichten ist an einem Abend fertig, einer mit 24 selbst gedrehten Videos braucht die Zeit der Dreharbeiten.
Die Grenzen dieses Tools
Der Kalender-Macher ist schmal gehalten. Das sollten Sie wissen, bevor Sie anfangen:
- Videos sind Links. Sie laden keine Videodatei hoch, sondern fügen ein YouTube-Video hinzu oder legen einen Link hinter das Türchen, etwa auf ein Vimeo-Video. Das Video muss also schon irgendwo liegen, bevor Sie das Türchen füllen.
- Kein Passwortschutz. Für einzelne Kalender ist kein Passwortschutz vorgesehen. Wer den Link hat, kann den Kalender öffnen. Schicken Sie ihn deshalb nur an die Person, für die er gedacht ist, nicht in eine große Gruppe und nicht dorthin, wo Fremde mitlesen.
- Die Laufzeit. Ein Kalender bleibt mindestens bis Januar online, und Sie können ihn jederzeit selbst löschen. Was Sie länger behalten möchten, bewahren Sie dort auf, wo es liegt: die Videos bei YouTube, die Fotos im eigenen Album.
- Der Zeitpunkt. Ein Türchen öffnet sich an seinem Tag im Dezember. Von einem Kalender für einen anderen Zeitraum ist beim Tool nicht die Rede.
MyAdvent setzt andere Schwerpunkte: Der Gratis-Plan erlaubt Fotos, Texte, Sprachnachrichten bis 20 Sekunden, YouTube-Videos, KI-Texte, bis zu 30 KI-Bilder, einen frei gewählten Start- und Endtermin bis zu 90 Tagen und das Einbetten auf der eigenen Website. Pro und Pro+ fügen unter anderem Passwortschutz, Musik, eigene Videos und Besucherkommentare hinzu. Wer ein Passwort, hochgeladene Videos oder einen anderen Zeitraum braucht, findet dort, was dieses Tool nicht hat. Bei Advientos stellen Sie die Zahl der Türchen selbst ein.
Videotürchen: was YouTube und Vimeo vorgeben
Soll ein Video nur eine Person sehen, stellen Sie es bei YouTube auf „Nicht gelistet“. Nach Googles eigener Seite können nicht gelistete Videos von allen gesehen und geteilt werden, die den Videolink haben; die Betrachter brauchen kein Google-Konto; auf der Startseite des Kanals und in den YouTube-Suchergebnissen erscheint das Video nicht, außer jemand nimmt es in eine öffentliche Playlist auf. „Nicht gelistet“ heißt also nicht „privat“: Wer den Link bekommt, kann ihn weitergeben. Private Videos sind nur für Sie und die von Ihnen ausgewählten Nutzer sichtbar und taugen deshalb nicht für ein Türchen, das jeder mit dem Link öffnen soll.
Wortlaut der Plattform Zur Werbung in eingebetteten Videos schreibt Google: „Nur YouTube und der Videoinhaber erhalten Umsätze aus Anzeigen in eingebetteten Videos.“ Und: „Es ist nicht möglich, Anzeigen direkt nur in eingebetteten Videos zu deaktivieren.“
Deshalb verspricht kein Kalender, auch dieser nicht, ein werbefreies Videotürchen. Nach Googles Seite können in eingebetteten Videos überspringbare oder nicht überspringbare Anzeigen laufen. Im erweiterten Datenschutzmodus (Domain youtube-nocookie.com) werden die Aufrufe nicht für die Personalisierung auf YouTube genutzt, und die Anzeigen sind ebenfalls nicht personalisiert. Mehr dazu steht auf YouTube in an Advent Calendar.
Bei Vimeo gibt es im kostenlosen Tarif nur „Öffentlich“ und „Privat“; private Videos lassen sich nirgends einbetten. „Nicht gelistet“, Passwort und die Funktion „Auf Vimeo verbergen“ gehören zu den bezahlten Tarifen. Ein Überraschungsvideo für eine Person liegt deshalb im Normalfall bei YouTube.
Per WhatsApp verschicken
Der fertige Kalender ist nur eine Adresse. Kopieren Sie den Link in einen Chat oder nehmen Sie die Teilen-Funktion der Kalenderseite für WhatsApp oder E-Mail. Die Empfängerin tippt auf den Link, und der Kalender geht im Browser auf, ohne Konto und ohne etwas zu installieren. Soll der Kalender eine Überraschung bleiben, schicken Sie den Link an die Person selbst und nicht in eine Gruppe: Er öffnet den Kalender für jeden, der ihn hat.
Wie der Weg über E-Mail und QR-Code aussieht, zeigt Send an Advent Calendar by WhatsApp, Email or QR Code.
Für Lehrkräfte
Für eine Klasse taugt dasselbe Tool, nur die Planung ist eine andere: Die Schultage sind nicht die Kalendertage, und Schülerinnen und Schüler müssen kein Konto anlegen, wenn die Lehrkraft den Kalender am Whiteboard öffnet oder den Link an die Eltern schickt. Den Plan dafür, samt den Regeln zu Fotos von Kindern, finden Sie auf Digitaler Adventskalender für die Klasse.
Im Tool AdventMyFriend hat 24 Türchen mit Hintergrundbild nach Wahl; ein Türchen nimmt eine Nachricht auf und dazu ein Bild, ein YouTube-Video, ein GIF oder einen Link, und es öffnet sich an seinem Tag im Dezember. Es gibt nichts zu installieren, weder bei Ihnen noch bei der beschenkten Person. Videos sind Links, keine Uploads. Der Kalender geht als ein Link per WhatsApp oder E-Mail raus, und der Link in Ihrem Posteingang öffnet ihn zum Bearbeiten, bis Sie ihn löschen.
Ab in den Kalender
Wer nicht bei null anfangen mag, kopiert eine Vorlage: für ein Paar, eine Klasse oder ein Team, alle auf Englisch. Wer lieber leer startet: Kalender erstellen, einen Hintergrund aussuchen und noch heute Abend Türchen 1 füllen, am besten mit einem Satz, der nach Ihnen klingt.
Häufige Fragen
Wie kann ich einen Adventskalender online erstellen?
Mit einem Online-Macher geht das in wenigen Schritten: Hintergrund wählen, einmalig eine E-Mail-Adresse für den Bearbeitungslink eintragen, 24 Türchen mit Nachricht und Bild, YouTube-Video, GIF oder Link füllen und den Kalender als Link per WhatsApp oder E-Mail verschicken.
Wo kann ich einen virtuellen Adventskalender kostenlos gestalten?
Kostenlos gestalten können Sie ihn bei diesem Tool ohne Konto, bei MyAdvent im Gratis-Plan und bei Advientos mit Anmeldung. Auf der Preisseite von Türchen.com stehen heute drei Pläne für Unternehmen ab 295 Euro zzgl. MwSt..
Brauchen die Beschenkten ein Konto?
Bei diesem Tool nicht: Jeder kann den Kalender direkt über den Link öffnen. MyAdvent nennt „Kein Konto nötig“. Bei Advent App brauchen Empfänger kein Konto, entsperren Türchen im Gratis-Tarif aber durch Ansehen von Werbung.
Wie verschicke ich den Kalender per WhatsApp?
Kopieren Sie den Kalenderlink in den Chat oder nehmen Sie die Teilen-Funktion der Kalenderseite. Schicken Sie ihn an die Person selbst, denn wer den Link hat, kann den Kalender öffnen.
Welche Apps machen Adventskalender?
Advent App für iOS ist kostenlos, mit In-App-Käufen von 2,99 und 7,99 US-Dollar. Ein Browser-Kalender wie dieser braucht dagegen keine Installation.
Zeigen Videotürchen Werbung?
Wenn das Video bei YouTube liegt, können im eingebetteten Player Anzeigen laufen; sie gehören YouTube und dem Videoinhaber und lassen sich nicht nur für Einbettungen abschalten.
Wie lange bleibt der Kalender online?
Mindestens bis Januar; löschen können Sie ihn jederzeit selbst über den Bearbeitungslink. MyAdvent-Pro gilt drei Monate.




